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Außenwände aus Beton - Maßnahmen

Die Richtlinie ?Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen? unterscheidet zwischen Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen und verschiedenen...


Einleitung / Instandsetzungsprinzipien Die Betoninstandsetzung erfolgt nach der Richtlinie ?Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen? (Instandsetzungsrichtlinie) des DAfStb (Deutscher Ausschuss f√ľr Stahlbeton), die in den meisten Bundesl√§ndern bereits als technische Baubestimmung gem√§√ü den Landesbauordnungen G√ľltigkeit besitzt. Sie bezieht sich dabei auf Beton und Stahlbeton nach DIN 1045 , DIN EN 206 , kann jedoch auch auf andere Betonbauwerke oder -teile angewendet werden. Die Richtlinie ?Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen? unterscheidet zwischen Schutz- und Instandsetzungsma√ünahmen und vier verschiedenen Instandsetzungsprinzipien: Instandsetzungsprinzip R (Repassivierung) Instandsetzungsprinzip W (Begrenzung des Wassergehaltes) Instandsetzungsprinzip C (Beschichtung der Bewehrung) Instandsetzungsprinzip K (kathodischer Korrosionsschutz) Die Standsicherheit der Betonbauteile wird in der Richtlinie nicht ber√ľcksichtigt und sollte ggf. durch einen Fachmann gepr√ľft werden. Die Richtlinie setzt sich allerdings mit der Restnutzungsdauer auseinander. Schutz- und Instandsetzungsma√ünahmen Zu den Schutz- und Instandsetzungsma√ünahmen des Betons z√§hlen nach einer ausreichenden Vorbereitung des Betonuntergrundes F√ľllen von Rissen und Hohlr√§umen mit Reaktionsharz, Zementleim oder -suspension (Verpressung ) Ausf√ľllen √∂rtlich begrenzter Fehlstellen mit M√∂rtel oder Beton (Spachtelmethode ) Gro√üfl√§chiges Auftragen von M√∂rtel oder Beton (Fl√§chenbeschichtung ) Auftragen von Hydrophobierungen Auftragen von Impr√§gnierungen Auftragen von Beschichtungen Diese grundlegenden Ma√ünahmen k√∂nnen je nach Zielsetzung einzeln oder kombiniert angewendet werden. Schadensbehebung bei Durchfeuchtungen Abgesehen von der Sanierung anderer kleinerer Sch√§den oder auch der Sanierung ganzer Fl√§chen, steht bei Feuchtesch√§den im Vordergrund, das bauphysikalische Verhalten der Wand zu verbessern. Um gleichzeitig den unzureichenden W√§rmeschutz, W√§rmebr√ľcken und mangelhafte Fugen zu sanieren, bietet sich das Anbringen einer W√§rmed√§mmung, z. B. eines W√§rmed√§mmverbundsystems bzw. einer hinterl√ľfteten Au√üenwandbekleidung an. Schadensbehebung an Fugen Die Schadensbehebung an Fugen ist f√ľr alle F√§lle gleich: es f√ľhrt kein Weg an der kompletten Entfernung des alten Fugenmaterials und der vollst√§ndigen Erneuerung der Fugenabdichtung vorbei. Meist ist zus√§tzlich eine Vorbehandlung der Fugenflanken, z. B. durch Sandstrahlen n√∂tig. Danach erfolgen eine Grundierung und schlie√ülich das Einbringen des neuen Fugendichtstoffs und eine anschlie√üende Gl√§ttung. Schadensbehebung bei Ausbl√ľhungen und Krusten Ausbl√ľhungen Ausbl√ľhungen lassen sich in der Regel sehr einfach entfernen. Meist gen√ľgt es die betroffenen Stellen mit stark verd√ľnnter Ameisen-, Phosphor- oder Salzs√§ure abzuwaschen. Im Handel sind so genannte Betonreiniger und Zementschleierentferner erh√§ltlich. Die betroffenen Betonfl√§chen m√ľssen vor der Behandlung gut gen√§sst werden, um das Aufsaugen der S√§ure in die Kapillarporen zu verhindern, da sich dadurch der Zementstein aufl√∂sen k√∂nnte. Gleicherma√üen muss nach der Behandlung gr√ľndlich nachgesp√ľlt werden. F√ľr die Entfernung von Verkrustungen gelten die gleichen Ma√ünahmen, jedoch m√ľssen sie vor der Oberfl√§chenbehandlung mechanisch - mit Mei√üel oder Spachtel - entfernt werden. Untergrundvorbereitung Bei der Behebung s√§mtlicher Sch√§den und M√§ngel muss auf eine sorgf√§ltige Vorbehandlung des Untergrundes geachtet werden. Im Gegensatz zu anderen Baustoffen m√ľssen beim Stahlbeton beide Komponenten, also Beton und Stahl vorbehandelt werden. Bei der Untergrundvorbereitung der Betonfl√§che steht nach der Entfernung des Altbetons die Vorbehandlung f√ľr eine fl√§chige Sanierungsma√ünahme im Vordergrund, z. B. durch sorgf√§ltige Reinigung der Betonoberfl√§che . Zur Untergrundvorbereitung des Bewehrungsstahles geh√∂rt neben dem Freilegen vor allem die anschlie√üende Entrostung . Eingesetzte Verfahren sind: Sandstrahlen , Flammstrahlen oder Hochdruckwasserstrahlen . Schadensbehebung bei Rissen Die Schadensbehebung bei Rissen an Betonbauteilen l√§sst sich grob in zwei Ma√ünahmen unterteilen: Ma√ünahmen bei Rissbildungen ohne Folgesch√§den Ma√ünahmen bei Rissbildungen mit Folgesch√§den Bei einzelnen bzw. einer geringen Anzahl von Rissen ohne Folgesch√§den mit einer Rissbreite von √ľber 0,3 mm wird entweder eine fachgerechte Verpressung oder das F√ľllen der Risse mit Reparaturm√∂rtel und ein Schlussanstrich der Oberfl√§che empfohlen. Bei Rissbreiten bis 0,3 mm gen√ľgt ein riss√ľberbr√ľckender diffusionsdichter Anstrich. Sind aufgrund einer Rissbildung bereits Folgesch√§den, wie z. B. Korrosionserscheinungen aufgetreten, ist die nachtr√§gliche Befestigung einer W√§rmed√§mmung , die das schadhafte Bauteil vollst√§ndig umh√ľllt i. A. die beste L√∂sung, z. B. ein W√§rmed√§mmverbundsystem (WDVS). Kleinere Sch√§den bzw. M√§ngel, z. B. netzartige Oberfl√§chenrisse und Risse in jungem Beton, lassen sich durch Ausbesserungs- bzw. Instandsetzungsarbeiten auch ohne gro√üen Aufwand beheben. Schadensbehebung bei Oberfl√§chensch√§den, wie z. B. Korrosion der Bewehrungsst√§hle Bei der Schadenssanierung an den Oberfl√§chen der Au√üenw√§nde aus Beton unterscheidet man zwischen punktuellen und fl√§chigen Sch√§den. Punktuelle Sch√§den k√∂nnen mit der Spachtelmethode ausgebessert werden. Fl√§chige Sch√§den k√∂nnen durch Fl√§chenbeschichtung , den Auftrag von Spritzbeton oder auch die Verkleidung mit z. B. vorgeh√§ngten Fassadenelementen behoben werden. Da die meisten Oberfl√§chensch√§den, die nicht auf Risse, Ausbl√ľhungen oder Krusten zur√ľckzuf√ľhren sind, durch die Korrosion der Bewehrungsst√§hle entstehen, ist eine Verkleidung jedoch nur dann m√∂glich, wenn der Schaden trotzdem saniert ist. Entscheidend f√ľr die Dauerhaftigkeit der Sanierung ist die Wiederherstellung des Korrosionsschutzes der Bewehrung.


Quelle: HeinzeBauOffice

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